Archiv der Kategorie: Kredit Arten

Der Überziehungskredit

Der Überziehungskredit ist der Kredit, den die Banken den meisten Kunden im Zusammenhang mit der Nutzung des Girokontos einräumen, er ist auch unter dem Namen Dispositionskredit bekannt. Dieser Kredit, der meistens auf Antrag aber manchmal auch automatisch eingeräumt wird, wenn die Kunden das Girokonto als Gehaltskonto nutzen, erlaubt es in einem bestimmten Rahmen, der individuell entsprechend den Einkommensverhältnissen festgelegt wird, das Girokonto zu überziehen. Das Konto wird dann im Saldo geführt und der Kunde muss für die Inanspruchnahme des Überziehungskredites Zinsen bezahlen, die relativ hoch sind. Im Durchschnitt verlangen die Banken mehr als 12 Prozent, wenn der Dispo genutzt wird. Das ist für die Banken ein lukratives Geschäft.

Auch für die Kreditnehmer kann der Dispositionskredit eine angenehme Sache sein, wenn er sich an gewisse Spielregeln hält. So sollte der Dispo zum Beispiel niemals dauerhaft genutzt werden und immer nur dann, wenn der Verbraucher in der Lage ist, den Überziehungskredit in den kommenden drei Monaten mit seinem Gehalt wieder komplett auszugleichen. Die Erfahrungen zeigen aber, dass es etliche Kreditnehmer gibt, die den Dispo nicht als solchen betrachten und diesen nutzen, als wäre es ein zusätzliches Einkommen, ohne zu bedenken, dass es die teuerste Art von Kredit ist, den man haben kann. Oft beträgt die Höhe des Überziehungskredites das zwei- oder dreifache des monatlichen Gehaltseinganges, und wenn die Kreditnehmer ständig über ihre Verhältnisse leben und jeden Monat mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen, ist der Dispo dann auch der Einstieg in die Schuldenfalle, die schneller zuschnappen kann, als die meisten glauben.

Wer feststellt, dass er es mit eigenen Einkünften nicht mehr schafft, aus dem Überziehungskredit auszusteigen, der sollte sich nach einem günstigen Ratenkredit umsehen und den Überziehungskredit damit oder auch durch entsprechende Onlinekredite ablösen. Um nicht erneut in diesen Strudel zu geraten, kann die Bank gebeten werden, den Kredit zu reduzieren, sodass noch immer die Möglichkeit besteht, das Konto zu überziehen, aber nicht in großen Dimensionen.

Billigkredite | Alles billig, oder was?

Immer mehr Banken und Finanzvermittler werben mit sogenannten Billigkrediten. Was sich genau hinter diesen vermeintlichen Schnäppchen Krediten versteckt, bleibt in der Regel allerdings unbeantwortet. Für die Verbraucher ist dabei oft der angegeben Zinssatz ausschlaggebend, mit dem die Banken werben. Dabei handelt es sich in der Regel um einen möglichen effektiven Jahreszinssatz, zu dem der Kunde einen Kredit bekommen kann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Zu diesen Voraussetzungen gehört laut Kredite-Infoportal.de vor allem auch eine sehr gute Bonität, die der Kunde vorweisen muss, um wirkliche einen Billigkredit bekommen zu können. Da der Zinssatz sich deutlich erhöhen kann, wenn die Bonität des Kunden schlecht ist,. spricht man auch von einem bonitätsabhängigen Zinssatz.

In der Praxis dürften nur die wenigsten Billigkredite auch wirklich zu den Zinssätzen vergeben werden, mit denen sie beworben werden. Denn tatsächlich erfüllt nur ein ganz geringer Teil der potentiellen Kreditnehmer die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssten, damit der beworbene Zinssatz angesetzt wird. Grundsätzlich sollte man Billigkredite daher kritisch prüfen und schon vor der Kreditanfrage feststellen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Billigkredit vergeben wird.

Arztdarlehen

Der Wunsch vieler Ärzte ist es, eine eigene Praxis zu eröffnen. Vor allem jetzt ist es günstig, sich selbständig zu machen – immerhin werden dringend Landärzte gesucht. Leider scheitert die Praxiseröffnung vorerst oft an der Finanzierung. Ärztedarlehen helfen gerade jungen Ärzten dabei, sich den Traum einer eigenen Praxis und damit den Weg in die Selbständigkeit zu erfüllen. Oft ist eine eigene Praxis recht kostspielig. Deshalb gibt es so genannte Ärztedarlehen. In der Regel werden diese als festverzinsliches Arztdarlehen oder auch als Beamten-Kredit gewährt. In den meisten Fällen wird den Ärzten eine Karenzzeit eingeräumt. Das bedeudet, sie müssen nicht sofort mit der Tilgung des Darlehens beginnen, sondern habe eine gewisse „Schonfrist“ bis zur Rückzahlung.

Zwei Möglichkeiten stehen für die Aufnahme eines Arztdarlehens zur Verfügung. Zum einen ist es möglich, ein Praxisdarlehen aufzunehmen, bei dem die Rückzahlung in monatlichen Raten erfolgt. Die zweite Variante ist die Finanzierung eines Arztdarlehens mit einer Lebensversicherung. Die zweite Form der Darlehensaufnahme ist vor allem dann zu empfehlen, wenn ein Arzt mit hohen Steuerforderungen rechnet. Die Zinsen bleiben hier über den gesamten vereinbarten Zeitraum gleichmäßig stabil und können von der Steuer abgesetzt werden. Monatliche Tilgungsraten sind steuerlich nicht absetzbar. Die Zinsen werden zwar geringer, aber die Steuerbelastung nimmt zu.

Da sich bei der Aufnahme eines Arztdarlehens durchaus Geld sparen und Kosten senken lassen, ist es immer wichtig, verschiedene Darlehensangebote zu vergleichen.

Beamten-Kredit

Angehörige des öffentlichen Dienstes im Allgemeinen und Beamte im Besonderen besitzen eine Reihe von Privilegien, aufgrund dessen sie sich oftmals den Zorn der Öffentlichkeit zuziehen. Fakt ist aber, dass sie aufgrund ihrer gesicherten beruflichen Position oftmals bei Banken besser an Kredite kommen als jemand, dessen Branche von Kurzarbeit bedroht ist oder der allgemein aufgrund seines schwankenden Einkommens bei den Banken Probleme bei der Kreditvergabe bekommt.
Bei Beamten reicht bei einer Kreditanfrage die Mitteilung über die Höhe ihrer Besoldung, sodass ihnen problemlos ein Kredit gewährt werden sollte.

Allerdings bieten neben den Banken auch private Versicherungsunternehmen spezielle Kredite für Beamte an, in deren Genuss vielleicht noch Beschäftigte im öffentlichen Dienst kommen, die aufgrund ihres Eintrittsalter nicht mehr in das Beamtentum aufgenommen werden konnten und somit als Angestellte ihren Dienst verrichten.

Ein solcher Beamten-Kredit ist im Grunde genommen nichts anderes als eine kapitalgedeckte private Lebens- oder Rentenversicherung, deren Versicherungssumme bei Abschluss der Versicherung bereits zur Auszahlung gelangt. Der Beamte zahlt für diese Versicherung seine Prämie und muss zusätzlich die Zinsen für die Vorabauszahlung entrichten. Dieser Zinssatz ist in der Regel günstiger als ein Privatkredit bei einer Bank, sodass ein Beamter töricht wäre, von der Möglichkeit der Bewilligung eines Kredites dieser Art nicht Gebrauch zu machen. Zumal er mit der Versicherungssumme auch eine Absicherung seiner Angehörigen gegenüber betreibt, die im Falle seines Versterbens ausgezahlt wird und den Kredit dann letztlich vollständig tilgt.

Ansonsten wird der Beamten-Kredit mit der Ablaufleistung getilgt und wenn neben den Zinsen auch eine Überschussbeteiligung ausgezahlt wird, wird dem Beamten aus seiner kapitalgedeckten Versicherung sogar noch ein Guthaben ausgezahlt.

Aufgrund ihrer gesicherten Position, ihrem geregelten Einkommen mit der garantierten Erhöhung der Bezüge und ihrer Stellung in der Gesellschaft erhalten Beamte eine Vielzahl von Vergünstigungen und Privilegien, die über die private Absicherung im Krankheitsfall bis hin zur Vergabe von Konsumentenkrediten geht. Manch ein Normalbürger wird sich darüber ärgern, auf der anderen Seite werden den Beamten solche Privilegien eingeräumt, die diese dann zu ihrem eigenen Vorteil natürlich auch nutzen sollten.

Effektenkredite (Wertpapierkredite)

Unter einem Effektenkredit versteht man einen Wertpapierkredit, der häufig von Brokern und Wertpapierbanken zur Verfügung gestellt wird. Angebote findet man unter anderem bei der Comdirect, aber auch die DAB Bank sowie der Discount-Broker Cortal Consors haben einen Effektenkredit im Angebot.

Funktionsweise von Effektenkrediten

Der Effektenkredit funktioniert ähnlich wie ein Dispositionskredit. Auch er wird auf dem Kontokorrentkonto, einem Konto in laufender Rechnung, eingerichtet und kann je nach Bedarf in Anspruch genommen werden. Im Unterschied zum Dispositionskredit ist die Voraussetzung für den Effektenkredit jedoch kein regelmäßiges monatliches Einkommen, sondern einzig das Vorhandensein eines Wertpapierdepots ist ausreichend. Dieses Depot wird dann an die Bank verpfändet und kann verwertet werden, wenn der Schuldner seine Verpflichtungen aus dem Effektenkredit nicht erfüllt.

Spekulation auf Wertpapierkredit sehr riskant

Viele Depotinhaber nutzen den Effektenkredit, um auf Veränderungen am Kapitalmarkt kurzfristig reagieren zu können. Da die Kreditlinie jederzeit genutzt werden kann, steht sie auch für Käufe von Aktien und anderen Wertpapieren zur Verfügung. Anleger also, die von kurzfristigen Gewinnen profitieren wollen, müssen für die Investition kein Eigenkapital aufbringen, sondern können den Effektenkredit nutzen. Diese Vorgehensweise birgt allerdings das Risiko, dass die Wertpapiere, die per Kredit gekauft wurden, nicht die gewünschte Entwicklung zeigen oder sogar Verluste erzielen. In diesem Fall muss der Kreditnehmer nicht nur den Verlust verkraften, sondern bleibt gleichzeitig auf der Kreditsumme sowie den hierfür anfallenden Kreditzinsen sitzen.

Beleihungswert entscheidend für Höhe des Kreditrahmens

Die Höhe des Effektenkredites orientiert sich in der Regel nicht an der Bonität des Kreditnehmers, sondern vornehmlich am Wert des vorhandenen Depots. Dabei kann der Depotwert allerdings nicht zu 100% angesetzt werden, sondern die Bank berücksichtigt die möglichen Schwankungsbreiten der im Depot befindlichen Wertpapiere. Anleger, die lediglich Bundesschatzbriefe nutzen, können den Depotwert zu 80-100% verpfänden. Sofern jedoch Aktien im Depot lagern, kann die Bank den Wert nur zu 50-60% nutzen, da Aktien hohe Schwankungen aufweisen. Von der Beleihung sind Finanztermingeschäfte in der Regel komplett ausgeschlossen, da hier der Totalverlust drohen kann.

Teilzahlungskredite

Teilzahlungskredite sind eine beliebte Form der Finanzierung, mit der sich die Verbraucher heutzutage ihre Konsumwünsche erfüllen, wenn sie nicht über die nötigen finanziellen Mittel in bar verfügen und keine Ersparnisse haben.

Bei der Bank wird ein Teilzahlungskredit beantragt und bei entsprechender Bonität kann mithilfe des Kredites alles gekauft werden. Der Kredit muss dann in monatlichen Raten, deren Höhe immer gleich ist, an die Bank zurückgezahlt werden. Diese Form der Finanzierung von Konsumgütern wird auch als Rückwärtssparen bezeichnet. Früher haben die Menschen erst gespart und sich dann ihre Wünsche erfüllt, heute erfüllen sie sich erst ihre Wünsche und zahlen dann die Kredite ab.

Einen Teilzahlungskredit zu beantragen ist heute, dem Internet sei dank, denkbar einfach. Viele Direktbanken bieten den Kunden Kredite an, die unter den Begriffen Sofortkredit, Onlinekredit, Eilkredit, Urlaubskredit usw. bekannt sind. Der Kreditsuchende stellt online eine Kreditanfrage, kann dabei völlig anonym bleiben und bekommt in vielen Fällen schon innerhalb von wenigen Minuten ein entsprechendes Angebot, vorausgesetzt seine Bonität stimmt. Aber auch Kreditsuchende, die bereits negative Eintragungen in der Schufa haben, können einen Kredit aufnehmen. Dazu müssen sie sich an einen Kreditvermittler wenden, der mit ausländischen Banken zusammenarbeitet und seinen Kunden den so genannten Schweizer Kredit vermittelt, der an Arbeitnehmer vergeben wird, ohne das eine Schufaanfrage erfolgt. Einzige Voraussetzung, die der Kreditnehmer mitbringen muss, ist ein regelmäßiges Einkommen, aus dem die Raten bezahlt werden können.

Eine Konsumwelt ohne Teilzahlungskredite ist heute nicht mehr vorstellbar. Selbst in vielen Fachhandelsgeschäften werden den Kunden heute im Zusammenhang mit dem Kauf von Möbeln, Fernsehern und anderen Elektronikartikeln Kredite angeboten. Auch hier ist die Abwicklung denkbar einfach. Bei geringen Kreditbeträgen müssen die Kunden nicht einmal einen Einkommensnachweis vorlegen.

Teilzahlungskredite erleichtern den Verbrauchern die Anschaffung hochwertiger Konsumgüter, bergen aber gleichzeitig auch die Gefahr, dass die Menschen sich immer mehr verschulden und den Überblick über ihre finanzielle Situation verlieren. Jeder, der einen Teilzahlungskredit aufnimmt, sollte deshalb vorher überlegen, ob die Rate aus dem zur Verfügung stehenden Einkommen auch tatsächlich bezahlt werden kann und ob die finanziellen Mittel auch noch ausreichen, wenn durch unvorhergesehene Ereignisse die finanzielle Situation angespannt wird. Besonders gefährlich sind Urlaubskredite, wer nicht für die schönsten Wochen im Jahr Geld zurücklegen kann, sollte besser nicht in den Urlaub fahren.

Was ist ein Vorfinanzierungskredit?

Auch heutzutage ist ein Bausparvertrag noch immer eine sinnvolle Investition, um Geld anzusparen. Bei einem Bausparvertrag wird eine bestimmte Summe, die bei Abschluss des Vertrages festgelegt wird, bis zu einem gewissen Prozentsatz angespart. Auch dieser Prozentsatz wird bei Vertragsabschluss zwischen dem Bausparer und der Bausparkasse vereinbart. Sobald die angesparte Summe ausreichend ist, wird der Bausparvertrag zuteilungsreif.

Bei Zuteilung erhält der Bausparer die Differenz zwischen dem angesparten Betrag und der Vertragssumme als Bauspardarlehen von der Bausparkasse zu einem meist günstigen Zinssatz. Der Bauherr muss dann das Bauspardarlehen in monatlichen Raten zurückzahlen.

Nun kann es aber vorkommen, dass der Bausparer sein Traumhaus oder seine Wunschwohnung entdeckt, bevor der Bausparvertrag zuteilungsreif ist. Da die meisten Menschen den Kauf oder den Bau eines Hauses oder einer Wohnung nicht aus ihren Ersparnissen heraus bezahlen können, sondern dazu ein Darlehen aufnehmen müssen, suchen sie natürlich nach günstigen Angeboten für Bauspardarlehen. Da lohnt sich ein Gespräch mit der Bausparkasse, denn auch ein noch nicht zuteilungsreifer Bausparvertrag kann vorzeitig in Anspruch genommen werden. Dies geschieht in Form eines so genannten Vorfinanzierungskredits.

Der Vorfinanzierungskredit entspricht in seiner Höhe meist der Bausparsumme. Der Bauherr erhält also den gesamten Betrag seines Bausparvertrages sofort ausgezahlt, obwohl der vereinbarte Prozentsatz der Bausparsumme noch nicht angespart wurde. Der Vorfinanzierungskredit wird zu marktüblichen Zinsen verzinst, der Bauherr muss aber keine Tilgung auf den Vorfinanzierungskredit leisten. Gleichzeitig laufen natürlich auch die monatlichen Sparraten für den Bausparvertrag weiter.

Sobald der Bausparvertrag dann zuteilungsreif ist, erhält der Bausparer das Bauspardarlehen. Mit diesem Bauspardarlehen wird dann der Vorfinanzierungskredit abgelöst und die normale Rückzahlung des Bauspardarlehens beginnt.

In vielen Fällen ist es auch möglich, einen Vorfinanzierungskredit zu bekommen, obwohl für den Bausparvertrag nur ein sehr geringer Prozentsatz angespart wurde oder sogar noch gar kein Bausparvertrag existiert. In diesem Fall wird der Bausparvertrag zusammen mit dem Vorfinanzierungskredit abgeschlossen und der Vorfinanzierungskredit läuft bis zur Zuteilung des Bausparvertrags.

Dem Bauherrn muss bei der Aufnahme eines Vorfinanzierungskredits aber bewusst sein, dass er bei dieser Art der Baufinanzierung zwei verschiedene monatliche Raten aufbringen muss. Zum einen ist er verpflichtet, die Zinsen für den Vorfinanzierungskredit zu zahlen, die sich auf marktüblichem Niveau befinden. Zum anderen muss auch die Ansparung für den Bausparvertrags monatlich bezahlt werden.

Händlerkredit

Insbesondere für Autohändler ist es heute extrem wichtig, dass sie ihren potenziellen Kunden den so genannten Händlerkredit anbieten können. Dabei bezeichnet der Händlerkredit nicht etwa einen Kredit, den der Autohändler seinem Kunden gibt, sondern einen Kredit, den die konzerneigene Bank des jeweiligen Herstellers, dessen Fahrzeuge der Händler vertreibt, anbietet.

Jeder große Autohersteller im In- und Ausland hat seine eigene Bank, BMW, Mercedes und VW sind nennenswerte Beispiele. Diese Banken werden vom Konzern gestützt und können Kredite zu Konditionen anbieten, die bei anderen Banken und Kreditinstituten nicht möglich sind. Das soll in erster Linie der Absatzfinanzierung der Fahrzeuge dienen. An diesen günstigen Zinsen müssen sich auch die Autohändler in Form von Werbekosten beteiligen. Dafür können sie ihren potenziellen Kunden Kredite anbieten, die manches Mal gar keine Zinsen kosten. Das lockt interessierte Kunden auf den Hof, von denen der eine oder andere sich dann entschließt, einen Neuwagen zu diesen günstigen Konditionen zu finanzieren.

Für den Autokäufer bietet der Händlerkredit den Vorteil, dass er direkt beim Händler zusammen mit dem Verkaufsgespräch abgewickelt werden kann. Durch den Einsatz moderner Technik und entsprechender Software wird es möglich, dass die Kreditentscheidung der Bank innerhalb weniger Minuten beim Händler auf dem Tisch liegt. Der Autokäufer muss dann nur noch den Vertrag unterschreiben, eventuell geforderte Unterlagen beibringen und den Rest übernimmt der Händler für ihn. Beim Händlerkredit entfällt auch das Post Ident Verfahren. Die Aufgabe der Identitätsprüfung übernimmt der Händler für die Bank.

Händlerkredite bieten für den Kunden den Vorteil, dass sie nicht direkt wie Barkredite betrachtet werden und die Autobanken bei ihren Kreditentscheidungen etwas großzügiger sind, weil sie als zusätzliche Sicherheit den Fahrzeugbrief während der Kreditlaufzeit einbehalten. Bei den Autobanken spielen für eine Kreditentscheidung solche Faktoren wie langjährige gute Erfahrung eine größere Rolle als die Kapitaldienstfähigkeit des Kunden. Manche positive Kreditentscheidung wird allein wegen einer hohen Anzahlung und dieser Komponente getroffen, auch wenn der Kunde rein rechnerisch nicht über das notwendige Einkommen verfügt. Häufig übernehmen die Händler auch noch eine Bürgschaft, wenn ihnen der Kunde persönlich bekannt ist.

Allerdings kann der Händlerkredit auch einen Nachteil haben. Sind die vom Händler zu tragenden Werbekosten sehr hoch, wird er nicht bereit sein, bei dem Fahrzeug auch noch über größere Rabatte zu verhandeln. Hier kann es manchmal sinnvoll für den Autokäufer sein, als Barzahler beim Händler aufzutreten, um bei den Rabattverhandlungen bessere Karten zu haben.

Schnellkredit | Beschleunigte Kredit Gewährung, erhöhte Zinsen

Im Laufe des Lebens kann es immer wieder vorkommen, dass aufgrund verschiedener Umstände das Ersparte aufgebraucht ist und anfallende Kosten aus eigenen Mitteln nicht mehr beglichen werden können. In diesem Fall stellt sich die Frage, auf welche Art und Weise man seinen finanziellen Verpflichtungen in Zukunft noch nachkommen kann. Gerade dann, wenn neue Liquidität vergleichsweise schnell benötigt wird, bietet sich ein normaler Bankkredit hierfür nicht besonders an. Zu lange dauert die Beantragung und die Auszahlung nimmt in der Regel ebenfalls einige Tage in Anspruch.

Ein Schnellkredit wird von verschiedenen Anbietern immer wieder als bessere Alternative zu konventionellen Bankkrediten beworben. Bei einem Schnellkredit profitieren die potentiellen Kreditnehmer demnach von einer besonders schnellen Kreditentscheidung, was einer hohen Planungssicherheit gleichkommt. Außerdem wird die Auszahlung regelmäßig per Blitzüberweisung oder postbar vorgenommen, sodass der Kreditbetrag in der Regel innerhalb von nur 24 Stunden zur Verfügung stehen kann.

Kritisch im Zusammenhang mit Schnellkrediten sollte man allerdings die anfallenden Kosten betrachten. Diese übersteigen die für normale Bankdarlehen üblichen Konditionen meist deutlich und machen den Schnellkredit auch vergleichsweise teuer. Somit bietet sich der Abschluss eines Schnellkredits in der Regel vor allem dann an, wenn aus zeitlichen Gründen keine Möglichkeit besteht, auf einen normalen Kredit auszuweichen.

Tilgungsaussetzungsdarlehen (tilgungsfreie, endfälle Darlehen)

Kreditnehmer, die eine größere Finanzierung planen, wünschen sich zumeist niedrige Kosten für ihre Finanzierung. Diese niedrigen Kosten können unter anderem dann erreicht werden, wenn ein Tilgungsaussetzungsdarlehen in Anspruch genommen wird. Diese Darlehen, die von nahezu allen Banken und Sparkassen angeboten werden, werden auch als tilgungsfreie Darlehen oder endfällige Darlehen bezeichnet.

In allen Fällen verzichten die Banken beim Tilgungsaussetzungsdarlehen auf die zu zahlende monatliche Tilgung, die üblicherweise in der Rate enthalten ist. Der Kreditnehmer muss demnach lediglich die Zinskosten tragen, die während der Laufzeit anfallen. In der Regel erfolgt die Abrechnung der Zinskosten monatlich, aber auch die quartalsweise oder halbjährliche Zahlung kann vereinbart werden.

Da die Banken aber natürlich sicher sein wollen, dass am Ende der Laufzeit die Tilgung des Darlehens erfolgt, muss ein Tilgungsersatz hinterlegt werden. Dieser Tilgungsersatz wird dann am Laufzeitende des Darlehens aufgelöst und für die Rückzahlung der Kreditsumme genutzt. Wichtig ist dabei, dass die Höhe des Tilgungsersatzes auch der Höhe der Darlehenssumme entspricht. Bei geringeren Werten droht trotz Tilgungsersatz eine noch offene Kreditschuld, die dann durch zusätzliches Vermögen getilgt werden müsste.

Kreditnehmer sollten bei der Vereinbarung eines Tilgungsersatzdarlehens demnach beachten, dass die Anlage für den Tilgungsersatz möglichst sicher erfolgt. Natürlich ist es dann kaum möglich, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen, allerdings ist durch garantierte Ablaufwerte von Lebensversicherungen oder feste Vertragssummen bei Banksparplänen die Sicherheit gegeben, dass die Kreditschuld vollständig getilgt werden kann. Sollten hingegen Fondssparpläne oder fondsgebundene Lebens- bzw. Rentenversicherungen als Tilgungsersatz gewählt werden, besteht die Gefahr, dass die Ablaufleistung durch Kursschwankungen reduziert ist und somit Verluste drohen. Diese Form der Anlage ist daher nur spekulativen Kreditnehmern empfohlen, die auf zusätzliche Gelder für die Kreditrückzahlung zurückgreifen könnten.

Der jeweils gewählte Tilgungsersatz muss dann an die Bank abgetreten werden. Daher wird beim Tilgungsaussetzungsdarlehen immer auch eine Abtretungserklärung für die jeweilige Geldanlage unterschrieben. Diese Abtretung bzw. Verpfändung wird dann gegenüber der Versicherung bzw. der Bank offengelegt, so dass Auszahlungen an den Vertragsinhaber vorerst nicht mehr geleistet werden können.