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Tageskonto | Geld mittelfristig und gut verzinst parken

Bei dem Wunsch, sein Geld kurzfristig anzulegen, erfreuen sich Tagesgeldkonten immer größerer Beliebtheit. Diese spezielle Anlageform bietet den Vorteil, dass die darauf eingehenden Geldbeträge jederzeit verfügbar sind. Der auf die Tagesgeldkonten angesetzte Zins orientiert sich dabei am Geldmarkt. Erhöht die EZB nun die Leitzinsen, werden automatisch auch die Zinsen für das Tagesgeld erhöht.

Bei dem Tagesgeldkonto handelt es sich um eine Art Kontokorrentkonto, unterschiedet sich jedoch darin, dass immer ein Guthaben vorhanden sein muss. Zusätzlich ist es nicht möglich, es für den Zahlungsverkehr zu nutzen. Gebühren oder sonstige Kosten fallen für das Tageskonto üblicherweise nicht an. Ebenso ist es kostenlos, Einzahlungen oder Abbuchungen zu tätigen. Hauptsächlich werden Tagesgeldkonten von Direktbanken im Internet offeriert. Zwar bieten auch viele Filialbanken solche Konten an, diese können aber meist aufgrund der sehr günstigen Konditionen der Internetbanken nicht mit diesen konkurrieren. Viele Banken verzichten aus diesem Grund auch völlig auf das Angebot eines Tagesgeldkontos. Als Alternative werden stattdessen Geldmarktfonds angeboten, die ebenfalls über eine sehr geldmarktnahe Verzinsung verfügen.

Tagesgeldkonten erfüllen für Direktbanken den Zweck, dass sie zum einen bei der Gewinnung von neuen Kunden eine große Rolle spielen und zum anderen hervorragend zum Cross Selling, sprich dem Verkauf weiterer Produkte, geeignet sind. Aus diesem Grund bieten Direktbanken meist auch bessere Konditionen als die Lage des allgemeinen Marktzinses an. Liegt dieser bei beispielsweise 3,5%, wie dies im Juli 2007 der Fall war, ist es keine Seltenheit, dass Tagesgeldkonten sogar mit 5% pro Jahr verzinst werden. Zur optimalen Kundengewinnung bieten viele Anbieter auch Startguthaben an, das meist zwischen 25 bis 50 Euro liegt.

Auch beim Vergleich des Tagesgeldkontos mit weiteren Anlagemöglichkeiten werden die Vorteile schnell deutlich. Herkömmliche Sparkonten verfügen über eine Kündigungsfrist von 3 Monaten und ohne Vorschusszinsen kann meist nur über eine maximale Höhe von 2.000 Euro pro Monat verfügt werden. Auch mit einer Verzinsung von 0,25 bis 0,75% liegen Sparkonten deutlich unter dem Zinssatz eines Tagesgeldkontos.

Im direkten Vergleich können auch Festgeldkonten nicht punkten. Diese werden mit einer Laufzeit von einem bis zwölf Monate abgeschlossen und sind während dieser gesamten Zeit nicht verfügbar. Die Zinssätze liegen dabei mitunter unter dem Niveau des Tagesgeldkontos. Zusätzlich muss meist eine Mindesteinlage von 5.000 bis 10.000 Euro geleistet werden. Im Gegensatz dazu können Tagesgeldkonten bereits mit nur einem Euro eröffnet werden und erhalten mit nur einem Euro ebenfalls eine Verzinsung.